Wir sind es gewohnt zu denken: Wenn etwas schwierig ist, muss es gelöst werden.
Wenn ein Gefühl unangenehm ist, muss es weg.
Wenn ein Gedanke belastend ist, muss er verändert werden.
Wenn eine Situation herausfordernd ist, muss sie behoben werden.
Aber: Nicht alles, was da ist, will gelöst werden.
Manchmal will etwas nur gesehen werden
Manche Gefühle wollen nicht bekämpft werden – sie wollen anerkannt werden.
Manche Gedanken brauchen keine Lösung – sie brauchen Raum.
Manche Situationen fordern nicht nach Veränderung – sie fordern nach Annahme.
Das heißt nicht, dass du nichts tun sollst. Das heißt, dass du unterscheiden darfst:
Was braucht Handlung?
Was braucht Geduld?
Was braucht einfach nur Sein?
Der Drang zu fixen
Wir alle kennen ihn. Den Reflex, sofort etwas tun zu müssen. Etwas zu reparieren. Etwas zu verändern.
Aber dieser Drang kann auch ein Vermeidungsmechanismus sein. Ein Weg, dem Unbehagen auszuweichen, statt es zu fühlen.
Und manchmal ist genau das, was wir brauchen: Nicht fixen. Sondern fühlen.
Was sich dadurch öffnet
Wenn du aufhörst, alles lösen zu wollen, entsteht etwas Neues:
Akzeptanz.
Frieden mit dem, was ist.
Die Erkenntnis, dass du nicht perfekt funktionieren musst.
Und oft beginnt genau dann – wenn du aufhörst zu kämpfen – die eigentliche Veränderung.
Nicht weil du sie erzwingst. Sondern weil du ihr Raum gibst.